So richtig war der Winter zwar nicht da, aber langsam verabschiedet er sich auch schon wieder: Die Tage werden länger, die Sonne scheint öfter und beleuchtet fröhlich die verstaubte Wohnung und die dreckigen Fenster.

Die guten Vorsätze, im neuen Jahr alles anders zu machen, geraten auch langsam in Vergessenheit, sind aber noch präsent genug, damit Du ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn Du den Zustand Deiner Wohnung siehst?

Es hilft also alles nichts: Der Frühjahrsputz steht bevor.

Bevor wir Dir dabei helfen, einen Plan für das Projekt Frühjahrsputz zu erstellen, gibt es noch etwas Wissen aus der Kategorie „Im Alltag unnütz, aber vielleicht wird es mal in einer Quizshow gefragt“:

Februar leitet sich von dem lateinischen Verb „februare“ ab und bedeutet übersetzt „reinigen“, denn schon bei den Römer fand im Februar ein Sühne- und Reinheitsritual statt, welches sich aber mehr um Jungfrauen und Priester gedreht hat, als um dreckige Wohnung.

Zurück zum Thema: Der Februar ist von der Namensherkunft also der perfekte Monat für den Frühjahrsputz.

Wenn Dir trotz geschichtlicher Bedeutung immer noch die Motivation zum Putzen fehlt, schau doch mal bei unseren besten Motivationstipps fürs Putzen vorbei.

Vorbereitung auf den Frühjahrsputz

Wie Konfuzius schon sagte: „In allen Dingen hängt der Erfolg von den Vorbereitungen ab.“

In diesem Sinne: Genügend schlafen und üppig frühstücken, denn Du wirst die Energie brauchen. Vor zusätzlichen Kalorien musst Du Dir keine Gedanken machen, denn Hausarbeit verbrennt Kalorien.

Als nächsten Schritt suchst Du alle benötigten Utensilien für den Frühjahrsputz zusammen und stellst sie übersichtlich an einen zentralen Ort.  

Es bremst Deinen Putzeifer nur unnötig, wenn Du das Putzen ständig unterbrechen musst, weil Du ein Putzmittel suchen musst. Eine Checkliste, was Du alles für den Frühjahrsputz brauchst, findest Du am Ende dieses Beitrags.

Du sparst Zeit, wenn alle Reinigungsmittel an einem Platz sind

Ebenfalls wichtig: Plane genug Zeit ein. Der Frühjahrsputz braucht Zeit, die Du Dir auch nehmen solltest, damit Du ein optimales Ergebnis erzielst.

An den Staubwedel, fertig, los!

Allgemeine Tipps

Bevor es an das richtige Putzen geht, müssen die Zimmer von allem Unnötigen befreit werden. Räume herumliegende Gegenstände wie Zeitungen, Spielzeug oder schmutzige Wäsche weg, damit Du das Putzen nicht immer wieder unterbrechen musst.

Spare Zeit, indem Du systematisch vorgehst. Erstelle am besten zuerst eine Checkliste. Dadurch vermeidest Du, dass Du Aufgaben vergisst, außerdem kannst Du hinter jeder erledigten Aufgabe ein Häkchen setzen und somit kleine Erfolge feiern.

Nimm Dir einen Raum nach dem anderen vor und putze immer von oben nach unten, damit auf bereits geputzte Flächen nicht erneut Dreck fällt.

Als Rechtshänder arbeitest Du effektiver, wenn Du von rechts nach links vorgehst, bei Linkshändern ist es dementsprechend von links nach rechts.

Erledige Aufgaben, für die Du die gleichen Putzmittel brauchst, in einem Block, dann musst Du nicht ständig die Utensilien wechseln.

Der Frühjahrsputz ist auch eine gute Gelegenheit die Stellen zu putzen, die sonst gern vergessen werden. Dazu gehören Lampen, Türen, Jalousien oder Heizungen; auch Spinnweben entfernen zählt zu den Aufgaben, die gern mal ignoriert werden.

Farbsystem für Putzlappen

Damit der Putzlappen für die Toilette nicht als nächstes in der Küche verwendet wird, überlege Dir ein Farbsystem: Jede Lappenfarbe steht für einen anderen Bereich.

Weitere Informationen dazu findest Du in unserem Blog-Artikel über das 4-Farb-System der Reinigung.

Staubwischen

Staubwischen ist für jedes Zimmer ein guter erster Schritt.

Beginne zuerst mit dem Staubwischen

Befreie Bücherregale, Türrahmen, Fensterbänke, Heizkörper, Lampenschirme oder auch Zimmerpflanzen von dem Staub, der sich über den Winter angesammelt hat.

Damit Du doppelte Arbeitsschritte vermeidest, arbeite von oben nach unten. Staubwischen funktioniert besonders gut mit einem feuchten Staubtuch, da der Schmutz daran haften bleibt und sich nicht im Raum verteilt.

Das Staubwischen ist außerdem eine gute Gelegenheit Dir über all die kleinen und großen Dinge Gedanken zu machen, die in Schränken und auf Regalbrettern stehen, besser bekannt als Staubfänger.  😉

Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit als den Frühjahrsputz zu entrümpeln und Platz für Neues zu schaffen.

Schlafzimmer

Nach dem Staubwischen geht es im Schlafzimmer weiter mit der Matratze absaugen und der Bettwäsche wechseln.

Die größte Aufgabe im Schlafzimmer wird bei vielen der Kleiderschrank sein… ja auch Deinen Kleiderschrank ausmisten und sortieren gehört zum Frühjahrsputz dazu. 😉

Ich weiß, dass kann eine sehr nervende und emotionale Aufgabe sein, aber es hilft nichts: Ran an die Klamotten!

Auch Kleidung aussortieren gehört zum Frühjahrsputz dazu 🙂

Am besten räumst Du Deine komplette Kleidung aus dem Schrank raus und wischst erstmal die Schrankfächer mit einem leicht feuchten Tuch aus. Während die Fächer trocknen, kannst Du Dich dem Sortieren Deiner Kleidung widmen.

Um Dir das Aussortieren zu erleichtern, bilde drei Stapel: Behalten, wegschmeißen und spenden. Ordne jedes Kleidungsstück einem der drei Stapel zu und versuche dabei ehrlich zu Dir zu sein 😉 Brauchst Du wirklich fünf schwarze Pullis?

Wenn Du das Sortieren überstanden hast, falte die Kleidung ordentlich zusammen und sortiere sie wieder in Deinen Kleiderschrank ein.

Schränke entrümpeln

In wahrscheinlich jedem Zimmer wird es wenigstens einen Schrank geben, den Du wie den Kleiderschrank entrümpeln solltest.

Es empfiehlt sich immer, zuerst alles aus den Schränken (oder Schubladen) herauszunehmen, damit Du einen besseren Überblick darüber bekommst, was Du alles besitzt.

Danach ordnest Du wieder jedes einzelne Teil einem Stapel (behalten, wegwerfen, spenden) zu.

Die Schränke und Schublade reinigst Du von innen und die Gegenstände staubst Du ab, bevor Du sie wieder in den Schrank sortierst.

Wohn- und Esszimmer

Langsam hast Du das System erkannt oder? Erst Staubwischen, dann die Schränke entrümpeln.

Im Wohn- und Esszimmer werden außerdem alle Polster gereinigt: Sofakissen, Sitzkissen, Zierkissen…alles was weich und bequem ist. 😉

Bei vielen Kissen lässt sich der Bezug einfach abziehen, so dass Du ihn in der Waschmaschine waschen kannst. Falls dies nicht der Fall ist, kannst Du mit Polsterreiniger vorgehen.

Nicht nur nach einer Party solltest Du Deinen Teppich reinigen

Zum Frühjahrsputz gehört auch die Reinigung des Teppichs dazu.

Wie Du das am besten machst, erfährst Du in diesem Blogbeitrag.

Elektronische Geräte werden ebenfalls vorsichtig entstauben; CD- bzw. DVD-Laufwerk kannst Du mit einer Reinigungsdisk säubern.

Küche

Die Küche wirst Du bestimmt immer sauber halten, schließlich werden hier Lebensmittel verarbeitet.

Doch beim Frühjahrsputz in der Küche geht es darum, dass Du Dich auch mit den Bereichen beschäftigst, die sonst gern vergessen werden:

  • Fliesen werden von den Fettspritzern befreit und gründlich abgewaschen.
  • Bei dem Herd werden die Herdplatten gründlich gereinigt und der auch der Backofen gesäubert. Dies funktioniert mit einem Backofenreiniger sehr gut.
  • Die Dunstabzugshaube wird auch gern ignoriert, doch heute führt kein Weg daran vorbei: Säubere sie von Fettspritzern und wechsle den Filter aus.
  • Der Kühlschrank und der Gefrierschrank (oder das Gefrierfach) werden abgetaut, ausgewaschen und Lebensmittel aussortiert.
  • Einzelteile wie Glasplatten oder Plastikteile können sehr gut im Geschirrspüler gereinigt werden.
  • Wasserkocher und Kaffeemaschine werden entkalkt und sowohl innerlich als auch äußerlich gereinigt und auch die Mikrowelle wird von Essensresten befreit.
  • Die Küchenschränke werden natürlich auch wieder ausgeräumt, ausgewischt und die Küchenutensilien aussortiert.
Eine gründliche Reinigung des Kühlschrank sorgt für eine hygienische Lagerung Deiner Lebensmittel

Eine detaillierte Anleitung dazu, wie Du Deine Küche putzt und entrümpelst, findest Du in diesem Blogbeitrag.

Badezimmer

Das Badezimmer steht auf dem Putzplan als letztes Zimmer, da Du immer wieder das Putzwasser austauschen musst und es doppelte Arbeit macht, wenn Du erst das Bad putzt und dann das dreckige Wasser in der Toilette entsorgst.

Im Badezimmer arbeiten wir uns vom Harmlosen zum Endgegner Toilette vor.

Zuerst lohnt es sich auch im Badezimmer vor dem Putzen auszusortieren.

Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sammeln sich im  Laufe der Zeit zu beträchtlichen Mengen an, es wird Zeit für eine Bestandaufnahme:

Was kann weg? Was muss noch aufgebraucht werden? Was hat seine Lebensdauer schon längst überschritten und Spinnweben angesetzt?

Damit Du immer den Durchblick hast, putzt Du als nächstes den Spiegel mit einem Glasreiniger und wischst den Rahmen feucht ab.

Die Wasserhähne und Duschköpfe werden entkalkt und Hähne poliert.

Den Abfluss zu reinigen ist keine schöne, aber eine notwendige Aufgabe

Das Waschbecken, Badewanne/Dusche werden ebenfalls mit einem Essigreiniger gründlich gereinigt und vom Kalk befreit.

Auch die Abflüsse bekommen eine Reinigung, versuche es zuerst mit der Hand (ja, das ist eklig) oder einer Saugglocke. Sollte das nicht helfen, greife auf einen Rohrreiniger zurück.

Da Du gerade so schön am Putzen bist, widme Dich doch mal den verfärbten Fugen in Deinem Badezimmer. Mit Backpulver, einer alten Zahnbürste (die nicht mehr in Benutzung ist!) und etwas Geduld bekommst Du die Fugen wieder weiß.

Und zu guter Letzt: Die Toilette. Spätestens jetzt werden die Gummihandschuhe angezogen und die Reinigung beginnt. Reinige die Toilette zuerst von außen und arbeite Dich dann nach innen vor. Am besten eignet sich dafür ein WC-Reiniger.

WICHTIG:

Gerade im Badezimmer solltest Du beim Putzen das Fenster geöffnet lassen, damit sich keine giftigen Dämpfe bilden.

Was die richtige Körperhaltung beim Putzen ist, erfährst Du hier.

Fenster putzen

Für viele ist das Fensterputzen die Hassaufgabe schlechthin, ich selbst bin der Meinung, dass saubere Fenster nur etwas für Leute mit schönen Nachbarn sind.

Fensterputzen kann auch Spaß machen… 😉

Dennoch…heute ist es soweit: Zum Frühjahrsputz werden auch die Fenster geputzt – und mit diesen einfachen Schritten geht es ganz schnell:

Zuerst mit einem Mikrofasertuch die Scheiben von innen und außen einseifen, damit der grobe Schmutz entfernt wird. Danach die Fenster abziehen und trockenwischen.

Und jetzt kommt das eigentliche Putzen: Wasser mit Spülmittel mischen oder einen Fensterreiniger nehmen und mit einem Putzlappen über die Scheiben wischen.

Dann wieder abziehen und mit Küchenpapier trockenwischen.

Tada! Schon hast Du saubere Fenster.

Tipp:

Während Du die Fenster putzt, kannst Du die Gardinen waschen. 😉

Böden reinigen

Das Ziel ist in Sicht, Du hast erfolgreich gegen Staubmäuse gekämpft, Dich den Untiefen Deines Kleiderschranks und den Absonderlichkeiten Deiner Abflüsse gestellt.

Kommen wir zum letzten Schritt des Frühjahrputzes: Die Böden reinigen.

Dass Du die Böden zuletzt reinigst, macht Sinn: Wenn die Böden nass sind, ist es schwer, die anderen Arbeiten zu erledigen. Außerdem haben wir gelernt, immer von oben nach unten zu putzen – und die Böden sind nun mal ganz unten.

Die letzte Aufgabe beim Frühjahrsputz: Böden wischen

Zuerst saugst Du einmal über alle Böden, damit der gröbste Schmutz entfernt wird.

Bei Holzböden empfiehlt sich eine spezielle Holzbodenpflege.

Wenn Du beim Bodenwischen angekommen bist, hast Du es so gut wie geschafft. Dreh das letzte Mal die Musik auf und wische los!

Während die Böden trocknen, kannst Du es Dir auf Deiner Couch bequem machen, entspannen und Stolz auf Dich sein, dass Du den Frühjahrsputz für dieses Jahr erfolgreich gemeistert hast. 🙂

Checkliste: Utensilien für den Frühjahrsputz

  • Putzlappen, Mikrofasertücher, Schwämme
  • Besen, Handfeger und Kehrschaufel
  • Eimer
  • Staubtücher, Staubwedel
  • Bodenwischer
  • Allzweckreiniger
  • Glasreiniger
  • WC-Reiniger
  • Entkalker
  • Backofenspray
  • Polster- und Teppichreiniger
  • Rohrreiniger

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