Ab 1. Juni 2015 dürfen Hersteller nur noch Produkte in Verkehr bringen, die gemäß
der CLP-Verordnung eingestuft sind. CLP steht für „Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures“ und bezeichnet die neue EU-Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen und Gemischen. Diese Verordnung basiert auf dem bereits weltweit geltenden System „Globally Harmonised System of Classification and Labelling of Chemicals (GHS)“.

Was sind die Ziele von CLP und GHS?

Ziel ist es, weltweit eine einheitliche Verordnung zur Einstufung und Kennzeichnung von
chemischen Stoffen und Gemischen zu schaffen. Zum einen haben Anwender so die Möglichkeit, sich und die Umwelt vor potenziellen Gefahren, die von Chemikalien und Gemischen ausgehen, zu schützen.

Zum anderen soll mit einer einheitlichen Kennzeichnung die Arbeits- und Transportsicherheit verbessert sowie der Handel im globalen Warenverkehr erleichtert werden.
Was ist neu?

  • Weltweit einheitliche Kriterien für die Einstufung und Testmethoden
  • Vereinheitlichte Kriterien zur Gefahrenkommunikation, Kennzeichnung und für Sicherheitsdatenblätter
  • Neue Gefahrenpiktogramme
  • Signalwörter „Achtung“ bzw. „Gefahr“ können das Piktogramm ergänzen
  • Künftig gibt es 29 Gefahrenklassen
  • H-Sätze (hazard statements) = Gefahrenhinweise
  • P-Sätze (precautionary statements) = Sicherheitshinweise
  • Ergänzende EUH-Sätze (european hazard statements)

Termine und Fristen

Ab 1. Juni 2015 mussten für alle Gemische (z. B. Reinigungs- und Pflegemittel) die unter die Verordnung fallen, die Produkt-Etiketten, die Sicherheitsdatenblätter sowie die Betriebsanweisungen auf CLP umgestellt sein.

Bis zum 31. Mai 2017 lief eine Abverkaufsfrist für Gemische, die vor dem 1. Juni 2015 erzeugt bzw. hergestellt wurden. Bisherige, nicht nach CLP deklarierte Produkte, dürfen nach der Abverkaufsfrist vom Kunden noch aufgebraucht werden.

Ab 1. Juni 2017 müssen alle chemischen Produkte eines Händlers, die sich auf Lager befinden, nach CLP gekennzeichnet sein. Anwender dürfen nun keine Produkte mehr erhalten, die nicht
gemäß der CLP-Verordnung eingestuft sind.

Was müssen Händler und Kunden beachten?

  • In einigen Fällen kann die neue CLP Einstufung zu einer Änderung der Lager- und Transportkategorisierung führen.
  • Die CLP Kennzeichnung ist für Produkte ohne Gefahreneinstufung (ADR) auch für die Transportverpackung erforderlich.
  • Falls Produkte umverpackt oder kombiniert werden, muss die Außenverpackung korrekt gekennzeichnet werden.
  • Bei Einzelverpackungen dürfen die CLP-Gefahrenpiktogramme weggelassen werden, wenn diese durch die Transportsymbole abgedeckt sind.

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