Sie ist ein leidiges Thema, womit wir uns alle wöchentlich auseinandersetzen müssen: Schmutzige Wäsche.

Damit Dein Lieblingsoberteil nach dem Waschen keine drei Nummern kleiner ist oder die weiße Unterwäsche plötzlich zartrosa schimmert, haben wir 9 Tipps & Irrtümer rund um das Thema Wäsche waschen für Dich.

Tipp 1: Sortieren ist das A&O

Bevor Du Deinen Wäscheberg einfach in die Waschmaschine stopfst, sortiere die Kleidungsstücke vorher nach Farbe. Trenne auf jeden Fall helle und dunkle Kleidung und wasche weiße Kleidung immer einzeln.

Bei weiß-schwarzer (oder weiß-bunter) Kleidung musst Du für Dich entscheiden, was Du besser verkraften kannst: Dass das weiß-schwarze Kleidungsstück eventuell gräulich-schwarz wird oder dass eine komplette Ladung weiße Wäsche eventuell gräulich wird.

Wenn Du sehr motiviert bist, kannst Du Deine Kleidung nach dem Sortieren nach Farben auch noch nach Materialien sortieren. Bei einem kleineren Haushalt könnte es dann allerdings schwierig werden, eine Waschmaschine voll zu bekommen.

Doch es gibt auch Materialien, die Du immer gesondert waschen solltest. Das sind Wolle und Seide.

Wäsche waschen sortieren
Wolle braucht besondere Pflege

Für Wolle haben Waschmaschinen ein eigenes Programm, wenn Du aber auf Nummer sicher gehen willst, wasche Deinen Lieblingswollpulli mit der Hand. In beiden Fällen ist es wichtig, dass Du das passende Waschmittel für Wolle oder ein Feinwaschmittel verwendest.

Kommen wir zur Mimose der Materialien: Seide. Seide wäschst Du am besten per Hand und mit einem sanften Waschmittel für Seide. Verwende auf keinen Fall Fleckenentferner, da dies nur noch mehr Flecken verursacht. Wasserflecken vermeidest Du, indem Du immer das gesamte Kleidungsstück wäschst.

Es gibt auch Seidenmodelle, die nur für die chemische Reinigung geeignet sind. Ob dies der Fall ist, steht auf dem Pflegeetikett.

Und damit kommen wir zu unserem zweiten Tipp:

Tipp 2: Pflegeetikett beachten

Es sollte eigentlich eine logische Schlussfolgerung sein, wenn Du Dir nicht ganz sicher bist, wie ein Kleidungsstück gewaschen werden darf, wir erwähnen es aber trotzdem: Das Pflegeetikett ist Dein Freund und Helfer beim Wäschewaschen.

Die Symbole sind einfacher zu verstehen, als es auf den ersten Moment wirken mag. Wir haben Dir übersichtlich die gängigsten Symbole aufgelistet.

Waschen
Die Zahl im Waschzuber empfiehlt Dir die maximal empfohlene Waschtemperatur in Grad Celsius.
Ein Balken unter dem Zuber bedeutet, dass der Pflegeleichtwaschgang verwendet werden soll.
Bei zwei Balken musst Du das Kleidungsstück im Schonwaschgang waschen.
Eine Hand im Waschzuber bedeutet, dass nur Handwäsche erlaubt ist – also ran ans Waschbrett 😉
Ist der Waschzuber durchgestrichen, darfst Du das Kleidungsstück gar nicht waschen, was z.B. bei Leder der Fall ist.
Trocknen
Das Kreis im Quadrat stellt einen Trockner dar und bedeutet, dass Du das Kleidungsstück im Trockner trocknen kannst.
Wenn der Trockner durchgestrichen ist, ist es besser für die Wäsche, wenn Du sie an der Luft trocknen lässt.
Bei einem Trockner mit einem Punkt wird das Schonprogramm empfohlen, bei zwei Punkten kannst Du das Standardprogramm verwenden.
Bügeln
Wofür das Bügeleisensymbol steht, erklärt sich von selbst. Kleiner Tipp: Es hat nichts mit Monopoly zu tun. 😉 Das Bügeleisen gibt Informationen zum richtigen Bügeln.
Wenn das Bügeleisen durchgestrichen ist, darfst Du die Kleidung nicht bügeln.
Bei einem Punkt darfst Du eine Temperatur von 110 Grad Celsius nicht überschreiten und darfst keinen Dampf benutzen.
Bei zwei Punkten sind Temperaturen bis zu 150 Grad Celsius und bügeln mit Dampf möglich.
Ein Bügeleisen mit drei Punkten bedeutet, dass der Stoff auch sehr hohe Temperaturen bis 200 Grad Celsius aushält.
Bleichen
Das Dreieck steht für das Bleichen des Kleidungsstücks. Ein leeres Dreieck bedeutet, dass Du das Kleidungsstück sowohl mit Chlor- als auch mit Sauerstoffbleiche behandeln kannst.
Bei einem durchgestrichenen Dreieck darfst Du gar nicht bleichen und nur Color- und Feinwaschmittel sind erlaubt.
Bei diesem Symbol ist das Bleichen mit Sauerstoff (z.B. Universalwaschmittel) erlaubt.

Tipp 3: Sichtbare Flecken vorbehandeln

Bei besonders starken Schmutzflecken lohnt es sich, diesen per Hand vorzubehandeln. Gibt etwas Waschmittel auf die betroffene Stelle, lasse es einwirken und wasche es dann händisch aus. Danach kann das Kleidungsstück mit der anderen Wäsche in die Waschmaschine. Durch die Vorbehandlung sollte der Fleck auf jeden Fall verschwinden.

Weiterer Bonus dieser Vorgehensweise: Du kannst die Kleidung auf niedriger Temperatur waschen. Dies beansprucht das Kleidungsstück weniger und spart Energie.

flecken richtig waschen tipps
Auf der Suche nach der verlorenen Socke?

Tipp 4: Leeren, schließen, verpacken

Bitte was? Ja manchmal ist es nicht so einfach eine passende Überschrift zu finden. Was wir Dir damit sagen wollen, ist folgendes:

Leere vor dem Waschgang alle Taschen, schließe Reißverschlüsse und Knopfleisten und verpacke empfindliche Kleidungsstücke wie BHs in einem Waschnetz.

Mit allen drei Punkten verhinderst Du, dass andere Kleidungsstücke Schaden nehmen, entweder durch Fremdkörper (in Taschen kann sich einiges ansammeln) oder durch die fiesen Zähne von Reißverschlüssen und spitzen Haken von BH-Verschlüssen. Gerade Kleidungsstücke aus dünnem Stoff wie Blusen und T-Shirts fallen solchen Übeltätern oft zum Opfer.

waschmittel richtig einsetzen
Die richtige Dosierung des Waschmittels ist ebenfalls wichtig beim Wäschewaschen

Tipp 5: Waschprogramm, Temperatur, Waschmittel richtig auswählen

Dank des Pflegeetiketts ist der nächste Schritt ein Kinderspiel für Dich: Wähle das passende Programm und Temperatur für Deine Wäsche aus.

Bei fast allen Waschmaschinen findest Du folgende Auswahlmöglichkeiten: Bunt-/ Kochwäsche, Pflegeleicht, Feinwäsche und Wolle/ Handwäsche. Außerdem gibt es einen zusätzlichen Schleudergang, ein Abpump-Programm und ein Kurzprogramm.

Ebenfalls wichtig ist, dass Du das richtige Waschmittel auswählst.

Je nach Material der Kleidung sind unterschiedliche Waschmittel für ein optimales Waschergebnis nötig.

Universal-, Voll- oder Buntwaschmittel eignen sich für Kochwäsche und das Pflegeleicht-Programm.

Woll- und Feinwaschmittel sind, wie der Name schon sagt, für das Waschen von Wolle und Seide geeignet, da es milder ist als die anderen Waschmittel.

Tipp 6: Auch trocknen will gelernt sein

Nachdem die Waschmaschine ihrer Aufgabe nachgegangen und Deine Wäsche wieder sauber duftend ist, wird es Zeit die Wäsche aufzuhängen.

Abgesehen von Wolle und Seide kannst Du Deine Wäsche einfach an der Luft trocknen, indem Du sie aufhängst.

Seide und Wolle solltest Du zuerst in ein Handtuch einwickeln, damit die erste Feuchtigkeit aufgesaugt wird und danach möglichst flach liegend getrocknet werden, damit sich die Stoffe nicht verziehen.

Wenn Du über einen Trockner verfügst, weißt Du mittlerweile, was es da zu beachten gibt: Die Pflegeetiketten lesen, bevor Du etwas in den Trockner gibst. 😉

Weitere Tipps und Tricks, wie Du Deine Wäsche richtig trocknest, findest Du in diesem Beitrag.

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tricks wäsche trocknen
Wäsche trocknet am besten, wenn sie in einem Luftzug hängt

Nachdem Du jetzt weißt, wie Du Wäsche richtig wäschst, haben wir für Dich noch die drei verbreitetsten Irrtümer zu dem Thema geklärt.

Irrtum 1: Nasse Wäsche muss sofort aufgehangen werden

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass Du nasse Wäsche sofort aufhängen musst. Dabei kann nasse Wäsche über mehrere Stunden bei geöffneter Tür in der Trommel liegen bleiben. Erst nach mehr als 24 Stunden fängt die Kleidung an muffig zu riechen.

Wenn Deine Wäsche schon schlecht riecht, sobald die Waschmaschine fertig gewaschen hat, wird es wohl mal wieder Zeit, Deine Waschmaschine zu reinigen.

Irrtum 2: Die Waschmaschine reinigt sich von selbst

Hast Du noch nie gemacht? Dann musst Du Dich auch nicht über eine stinkende Waschmaschine wundern. Denn, Irrglaube Nummer 2, die Waschmaschine reinigt sich beim Wäschewaschen nicht automatisch mit. Wäre praktisch, ist aber Wunschdenken.

Waschmittelreste, Schmutz und Feuchtigkeit sorgen für die perfekte Umgebung für Keime. Durch das Waschen mit niedrigen Temperaturen werden diese Keime auch nicht abgetötet.

Deswegen empfiehlt es sich, dass Du wenigstens einmal im Monat einen 60-Grad-Waschgang einlegst, z.B. mit Handtüchern. Dann tötest Du die Keime in den Rohren ab und Deine Waschmaschine bleibt länger frisch. Spezielle Reinigungsmittel oder Zitronensäure sorgen ebenfalls für eine saubere Waschmaschine.

schmutzwäsche waschen
Nicht übervoll, aber auch nicht komplett leer: Das richtige Maß muss gefunden werden

Irrtum 3: Je voller die Waschmaschine, desto besser

Nur eine volle Waschmaschine ist eine gut genutzte Waschmaschine? Leider falsch. Wenn Du die Waschtrommel zu voll lädst, riskierst Du, dass die Wäsche nicht richtig sauber wird, da das Wasser nicht genug Platz hat, um die Kleidung ausreichend durchzuspülen.

Die Konsequenz daraus? Waschmittelflecken und unangenehmer Geruch. Empfohlen wird, die Waschmaschine so voll zu laden, dass Du mit Deiner Hand noch problemlos die Rückwand der Trommel berühren kannst.

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